FIFA Weltmeisterschaft 2026: Spanien besiegt Argentinien und schreibt Fußballgeschichte

Spanien gewann die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko mit 1:0 gegen Argentinien – Fakten, Rekorde und Torschützen im Überblick.

Mit 1:0 nach Verlängerung besiegte Spanien am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium in East Rutherford den Titelverteidiger Argentinien und krönte sich zum zweiten Mal nach 2010 zum Fußballweltmeister. Den Siegtreffer erzielte Ferran Torres in der 106. Minute nach einer Kopfballvorlage von Nico Williams, wie ZDF heute berichtete. Damit verwandelte der Einwechselspieler ausgerechnet im Endspiel sein einziges Turniertor in Gold.

Das Finale beendete die erste FIFA Fussball-Weltmeisterschaft mit 48 Teilnehmern, die gemeinsam von Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen wurde. In 39 Tagen wurden 104 Spiele absolviert, darunter erstmals ein Sechzehntelfinale, und laut FIFA.com strömten 6.810.966 Zuschauer in die Stadien. Der bisherige Rekord von 3.587.538 Besuchern lag bei der WM 1994 in den USA. Auch die Halbzeitshow war eine Premiere: Madonna, Justin Bieber, Shakira und BTS traten im New-York-New-Jersey-Stadion auf.

Spanien dominierte das Turnier. La Roja kassierte in acht Spielen lediglich ein einziges Gegentor und blieb sieben Mal ohne Gegentreffer, häufiger als jeder vorherige Weltmeister. Auf dem Weg zum Titel gewann Spanien sieben Spiele in Folge und gilt damit als Weltmeister mit den wenigsten Gegentoren aller Zeiten. Im Halbfinale besiegte das Team von Luis de la Fuente, der mit 65 Jahren zum ältesten WM-Titeltrainer der Geschichte aufstieg, den Favoriten Frankreich mit 2:0. Kapitän Rodri wurde mit dem Goldenen Ball belohnt, während Lamine Yamal und Pau Cubarsí als Teenager ins Finale kamen und wie Pelé, Giuseppe Bergomi und Kylian Mbappé Weltmeister wurden.

Der Weg zum Titel war lang. Seit der 0:1-Testspielniederlage gegen Kolumbien am 26. März 2024 blieb Spanien laut DIE ZEIT 38 Pflicht- und Testspiele ungeschlagen. Der Triumph in der UEFA EURO 2024 gegen England lag dabei knapp zwei Jahre zurück, denn am 19. Juli 2026 waren genau 736 Tage seit dem EM-Finale von Berlin vergangen.

Die Symbolkraft des Endspiels kann kaum überschätzt werden. Es war das erste WM-Finale, in dem der amtierende Europameister und der amtierende Südamerikameister aufeinandertrafen, Spanien und Argentinien hatten 2024 beide ihre Kontinentalturniere gewonnen. Mit dem WM-Titel sicherte sich Spanien als erste Nation überhaupt gleichzeitig den Weltmeistertitel der Männer und der Frauen, denn die Frauen-Nationalmannschaft hatte 2023 den Titel geholt. Bei der Siegerehrung gab es zudem erstmals neben Goldmedaillen auch Meisterschaftsringe.

Auch die Torjäger sorgten für Historie. Mit zehn Treffern wurde Kylian Mbappé zum Torschützenkönig und damit erstmals in der Geschichte zum zweiten Mal bester Schütze einer WM. Im Bronzespiel zog er nach FIFA-Angaben mit 22 WM-Toren in seiner Karriere an Lionel Messi vorbei und wurde zum erfolgreichsten WM-Torschützen aller Zeiten. Messi selbst erzielte bei dieser WM im Alter von 39 Jahren acht Tore.

Statistisch setzte die Endrunde einige Ausrufezeichen. Insgesamt fielen 308 Tore, ein neuer Rekord, und das Durchschnitt von 2,96 Treffern pro Spiel bedeutete den höchsten Wert seit der WM 1970. Sechs verschiedene Spieler erzielten mindestens sechs Tore, darunter Jude Bellingham mit sieben und Erling Haaland ebenfalls mit sieben. Trotz aller Offensivfeuerwerke blieb Spanien dank Ruhe am Ball, präzisem Kombinationsspiel und einem unerschütterlichen Siegeswillen der Maßstab des Turniers.

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